Hommertshausen im schönen Hinterland

Hommertshausen liegt inmitten des Hinterlandes im Westen der Gemeinde Dautphetal. Der heute 770 Einwohner starke Ort wurde 1325 erstmals erwähnt.

Dautphetal ist eine Großgemeinde in Hessen im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die Gemeinde liegt in den Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges nahe der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Sie entstand 1974 durch den Zusammenschluss von zwölf Ortsgemeinden und ist nach dem Einzugsgebiet des Kleinflusses Dautphe benannt.

Die mittelhessische Gemeinde liegt im westlichen Teil des Landkreises, ca. 37 km östlich von Siegen und ca. 15 km westlich von Marburg, im oberen Lahntal. Hier treffen sich die Ausläufer des Westerwaldes von Süden und die des Rothaargebirges von Norden. Historisch gesehen gehört Dautphetal zum sogenannten Hinterland.

Das Hinterland entstand durch den Erbfolgestreit nach dem Tod Philipps I. des Großmütigen, als 1567 Hessen in vier Landgrafschaften aufgeteilt wurde. Das Gebiet um Battenberg, Biedenkopf und Gladenbach (genauer gesagt die ßmter Königsberg, Blankenstein, Biedenkopf, Battenberg und Hatzfeld sowie die Enklave Vöhl) kamen zunächst an Hessen-Marburg. Nachdem die dortige Landgrafenlinie 1604 ausgestorben war, wurde das Gebiet nach langem Streit während des Dreißigjährigen Krieges 1648 dem Herrscherhaus Hessen-Darmstadt (ab 1806 Großherzogtum Hessen) zugeschlagen. Nach dem Sieg Preußens im Bruderkrieg 1866 musste das Großherzogtum Hessen als Verbündeter ßsterreichs die beiden Kreise Biedenkopf und Vöhl an Preußen abtreten. Der Großherzog Ludwig entließ die bis dahin zur Provinz Oberhessen gehörenden Landesteile, das hessische Hinterland, am 27. September 1866 aus dem hessischen Staatsverband. Aber erst am 2. Februar 1867 wird das Hinterland förmlich dem preußischen Staat einverleibt. Die Hinterländer nannten sich danach auch Muss-Preußen.